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WAS IST ECSTASY?
Drogen: Die Fakten über Ecstasy (MDMA)Ecstasy: Geschichte und HerkunftEcstasy: Wirkungen im Vergleich zu anderen DrogenEcstasy: Wirkungen und NebenwirkungenEcstasy: Sterberisiko und TodesfälleEcstasy und Cannabis, Kokain, Heroin, Speed, LSDEcstasy: Langzeitfolgen, chronische Schäden, RisikenEcstasy: Gehirnschäden, psychische Folgen, IntelligenzeinbußenEcstasy: illegal und keineswegs harmlos (BtmG)Ecstasy: Rave, Techno, PartydrogenEcstasy: Empfehlungen, Drogenberatung, HilfeEcstasy: Empfehlungen, Drogenberatung, Hilfe
Ecstasy ist keine Einzeldroge an sich, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Substanzen ...

„Neuere Forschungsergebnisse deuten auf die Möglichkeit hin, dass Ecstasy-Konsum Gehirnschäden verursacht, die nicht mehr umkehrbar sind.“

Internationaler Drogen-
kontrollrat der Vereinten Nationen (INCB), Jahresbericht 2002, veröffentlicht im Februar 2003 


„Je mehr wir
über diese Droge herausfinden, um so problematischer wird sie.“

Professor A. Parrott,
Ecstasy-Forscher,
University of East London

Informationen, Fakten, Zahlen
Als der Begriff 1981 in den Vereinigten Staaten auftauchte, war damit ausschließlich eine chemische Verbindung namens MDMA gemeint. MDMA steht abgekürzt für ein Wort-Ungetüm, das man sich nicht merken muss: 3,4-Methylendioxymethylamphetamin, ein Derivat (Abkömmling) der Aufputschdroge Amphetamin. Sowohl Amphetamin als auch MDMA sind synthetische Drogen (vom altgriechischen syntithenai = zusammensetzen), werden also im Labor aus einfachen Stoffen wie in einem Baukastensystem zusammengesetzt. MDMA ist so künstlich wie die Gefühle, die es weckt. Es kommt in der Natur nicht vor.

Ende der 1970er Jahre kursierte MDMA noch unter Straßennamen wie Adam, Essence und Love. Angeblich war es ein kalifornischer Drogendealer, der den Begriff Ecstasy (Ekstase) prägte, weil er diesen Namen für „verkaufsförderlicher“ hielt. Heute ist Ecstasy eine Szene-Bezeichnung für Pillen, die entweder MDMA oder eine von vielen ähnlichen chemischen Verbindungen enthalten. Zu den bekanntesten zählen die Muttersubstanz MDA (aus der MDMA gewonnen wird) sowie spätere Entwicklungen namens MDE(A) und MBDB. Höllische Stoffe verkaufen sich besser mit himmlischen Tarnnamen: In Anlehnung an die frühe Bezeichnung „Adam“ für MDMA wird MDE auch als „Eve“ (Eva) und MBDB als „Eden“ (Paradies) bezeichnet. Ecstasy kann auch ein Mix aus diesen und anderen Stoffen sein. Es gibt keine einheitlichen Inhalte. Versuchsweise kamen auch schon ganz neue Amphetaminabwandlungen als „Ecstasy“ auf den Markt.

Ecstasy ist also keine Einzeldroge an sich, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Substanzen mit ähnlichem Wirkungsspektrum. Man liegt auch nicht falsch, wenn man unter Ecstasy jede unter dieser Bezeichnung angebotene Pille versteht, von der der Konsument hofft, dass sie den „wahren“ Ecstasy-Wirkstoff MDMA enthält.

Wer „X“, „XTC“, „Teile“ oder „E“ verlangt, der will heute im Grunde dasselbe wie vor zwanzig Jahren: MDMA. Ob er es auch bekommt, hängt weitgehend von Ort und Zeit ab. Nach den jährlichen Erhebungen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht lag die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einer Ecstasy-Tablette tatsächlich eine Ecstasy-Substanz befindet (nicht unbedingt MDMA) anfangs des neuen Jahrtausends zwischen 2% (Griechenland) und 100% (Finnland). Deutschland lag im selben Zeitraum bei den beschlagnahmten und vom Bundeskriminalamt analysierten Ecstasy-Pillen bei einem reinen MDMA-Anteil von sage und schreibe 98,9 Prozent, wobei von „unwirksam“ bis „dreifache Normaldosis“ alles vertreten ist.


STECKBRIEF ECSTASY (MDMA, MDA, MDE etc.)

Love Essence Teile
Love Pax Dollar
X XTC H
X Chanel H
Adam Eve lovedrug
Smiley Schädel Bunny
Erny Comic Zwerg
Taube Kangoo Snoopy
Stones Blitz Geist
Axt Indianer Palme
Stern Stern2 Dreieck
Farbe:
weiß. Die Pillen können aber unterschiedlich eingefärbt sein
Geschmack:
(stark) bitter. Die Pillen können aber je nach Trägermasse (z.B. Traubenzucker) auch geschmacksneutral oder süßlich sein.
Geruch:
geruchlos
Struktur:
kristallin (aus Kristallen bestehend)
Beständigkeit:
unempfindlich gegen Luft, Licht und Hitze
(= lange haltbar)
Erscheinungs-
form:
Pillen, in aller Regel runde und flache Tabletten. (Möglich sind auch andere Formen wie Dreiecke oder gewölbte Pillen. Die Tabletten werden in verschiedenen Farben angeboten, mit und ohne Bruchrille auf der Rückseite, mit und ohne eingeprägte Motive („Dollar“, „Smiley“, „Taube“, „Asterix“ und derzeit fast 900 weitere Motive oder Schriftzüge), die der Pille zugleich auch einen Namen geben, aber nichts über die Zusammensetzung des Inhalts aussagen (auch nicht bei identischen Motiven). Der Durchmesser liegt bei ca. 5 bis 13 mm, die Dicke bei ca. 3 bis 5 mm. Die Tabletten enthalten eine Trägermasse für den Wirkstoff, zum Beispiel Traubenzucker, Saccharose (Zucker), sehr häufig Lactose (Milchzucker), und in aller Regel auch Verschnittstoffe wie Koffein, Farbstoffe oder auch Drogenwirkstoffe, die nicht unmittelbar zur Ecstasy-Familie gehören (beispielsweise Amphetamin, den Übervater des Ecstasy).  
Herkunft:
Illegale (mobile) Drogenlabors. Geschätzte 80% aller weltweit vertriebenen Pillen stammen aus Holland.
Preis:
5 bis 10 Euro pro Pille, manchmal auch weniger, bei Herstellungskosten von weit unter einem Euro.
Aufnahme in den Körper:
Die obigen Merkmale treffen auch auf die näheren Verwandten des MDMA zu, wie MDA, MDE und MBDB. Laut der Deutschen Suchthilfestatistik 2001 werden die wasserlöslichen Pillen zu 92,2 % ganz normal geschluckt. Der Rest wird geraucht, geschnüffelt oder injiziert. Gewöhnlich gelangt MDMA über das Verdauungssystem (Dünndarm und Schleimhaut) in den Blutkreislauf. Ein großer Teil wird in der Leber entgiftet (und vergiftet dabei umgekehrt die Leber), ein kleiner Teil des aufgenommenen MDMA gelangt ins Zentralnervensystem (Gehirn) und übernimmt dort die Kontrolle.
  
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